Roadtrip von Nizza in die Cinque Terre: Die zwei Rivieras (4 Tage)

Roadtrip von Nizza in die Cinque Terre: Die zwei Rivieras (4 Tage)

Eine 4-tägige Fahrt von Nizza in die Cinque Terre entlang der französischen und italienischen Riviera — Etappen, Maut, ZTL-Bußgelder und die Stelle, an der man das Auto wirklich stehen lassen muss.

Grobe Schätzung — Sprit + Nächte zu üblichen Preisen. Die genaue Zahl gibt's im Rechner.

Karte der Route Nizza – Cinque Terre
Routenkarte: Nizza – Cinque Terre · 340 km · 4 Tage

Die Route als Video

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Zwei Rivieras, eine Straße. Die Côte d’Azur geht an einer Grenze, die man kaum bemerkt, in die Riviera di Ponente über, und 340 km später endet die Straße an einem Nationalpark, in dem Autos unerwünscht sind. Genau dieser letzte Teil ist der Plan: Diese Fahrt endet damit, dass man parken muss.

In beiden Ländern gilt Rechtsverkehr, und keines von beiden verlangt eine Vignette. Beide betreiben Mautautobahnen mit Ticket und Schranke — die französische A8 und die italienischen A10/A12 — und kosten von Anfang bis Ende rund 25–35 € an Maut, wenn man draufbleibt. Nötig ist davon so gut wie nichts: Die alte Küstenstraße SS1 Via Aurelia begleitet die Autobahn auf der gesamten Strecke, ist kostenlos, langsamer und weit schöner.

Der teure Fehler ist die ZTL. Italienische Stadtzentren sind kameraüberwachte Sperrzonen, und wer hineinfährt — auch nur für dreißig Sekunden, auch versehentlich, auch dem Navi folgend —, bekommt Monate später ein Bußgeld. Alle fünf Dörfer der Cinque Terre haben eine.

Tag 1 — Nizza nach Sanremo (75 km)

Über die Grande Corniche, die höchste der drei Felsstraßen, aus Nizza hinaufklettern und oberhalb von Èze halten, wo das Dorf 400 m über dem Wasser auf einem Felskegel sitzt. Hinunter durch Menton — die letzte französische Stadt, mit Terrassengärten und Zitronenhainen vor dem Grenzkamm.

Bei Ventimiglia nach Italien wechseln und in Sanremo ankommen, wo die Uferpromenade der Belle Époque unterhalb von La Pigna verläuft, einem gestapelten mittelalterlichen Viertel aus überdachten Gassen, in das die meisten Besucher nie hinaufsteigen.

Tag 2 — Sanremo nach Noli (90 km)

Ein Tag auf der Via Aurelia durch die Riviera di Ponente, eine Reihe pastellfarbener Orte und Kiesbuchten, in denen Italiener Urlaub machen und an denen Ausländer vorbeifahren. Alassio und Finale Ligure sind die naheliegenden Stopps; das ummauerte Küstenstädtchen Noli, dessen Wachtürme noch über dem Strand stehen, ist der bessere Übernachtungsort.

Tag 3 — Noli nach Santa Margherita Ligure (115 km)

Durch Genua hindurch — der Hafen ist eine Stunde wert, der Verkehr nicht mehr — und auf der anderen Seite hinaus auf die Riviera di Levante, die steiler, grüner und schöner ist als alles davor.

Quartier in Santa Margherita Ligure nehmen. Portofino liegt 5 km weiter um die Landzunge herum, die Zufahrt ist streng beschränkt und das Parken teuer, also lieber Boot oder Bus nehmen. Camogli auf der anderen Seite der Halbinsel ist ruhiger als beide.

Tag 4 — Santa Margherita in die Cinque Terre (60 km)

Der Küste bis Portovenere folgen, einem UNESCO-Fischerdorf, in dem die gestreifte Kirche San Pietro an der Spitze der Halbinsel steht — und dem letzten Ort dieser Reise, den man bequem mit dem Auto erreicht.

Dann das Auto stehen lassen. Parken in La Spezia oder im Schrankenparkhaus oberhalb von Riomaggiore (Rio Park, etwa 3,50 € pro Stunde bzw. 35 € pro Tag, rund 60 Plätze und ein zehnminütiger Fußweg hinunter). Der Cinque Terre Express verbindet Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso in jeweils wenigen Minuten, und die Cinque Terre Card bündelt ihn mit dem Wanderwegenetz — ab etwa 19,50 € pro Tag in der Nebensaison, in der Hochsaison über 30 €.

Kosten

Mit dem Kostenrechner lassen sich Sprit und Übernachtungen für die genauen Reisedaten kalkulieren. Als grober Anhaltspunkt: im Sommer 100–180 € pro Nacht an der italienischen Riviera und weniger in Sanremo oder Noli, Sprit für rund 340 km, 25–35 € Maut, wenn man die Autobahnen nutzt, und fast nichts, wenn nicht, dazu Parkgebühren und am Ende die Cinque Terre Card. Das Parken großzügig einplanen — es ist der eine Posten auf dieser Strecke, den die Leute unterschätzen.

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🚦 Wichtig vor der Fahrt

  • Maut. In keinem der beiden Länder brauchst du eine Vignette, aber auf der französischen Autoroute A8 und den italienischen Autostrade A10/A12 zahlst du eine kilometerabhängige Maut (insgesamt rund €25–35) – entweder per Ticket an der Schranke mit Karte oder Bargeld oder mit einem Bip&Go- bzw. Telepass-Transponder.

  • Gut zu wissen. Die Dörfer der Cinque Terre sind für Autos stark eingeschränkt, mit ZTL-Zonen und so gut wie keinen Parkplätzen – lass den Wagen also in La Spezia oder Levanto stehen und nimm den Zug, der alle fünf Dörfer in wenigen Minuten verbindet.

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