Roadtrip an Sardiniens Nordküste: von Olbia nach Alghero (3 Tage)
Eine 3-tägige Fahrt entlang der Nordküste Sardiniens von Olbia nach Alghero — Costa Smeralda, La Maddalena, Castelsardo und Capo Caccia. Auf der ganzen Insel keine Mautstraßen.
Grobe Schätzung — Sprit + Nächte zu üblichen Preisen. Die genaue Zahl gibt's im Rechner.
Die Route als Video
Sardiniens Nordküste sind 228 Kilometer Granit und Wasser zwischen zwei Flughäfen — das macht sie zu einer der am einfachsten zu planenden Inselstrecken Europas und zu einer der schwerer zu verlassenden. Das Gestein hier ist älter als die Alpen, vom Wind zu Formen geschliffen, die absichtsvoll wirken, und das Meer hat die Farbe, die man normalerweise für einen Filter hält.
Tag 1 — Von Olbia nach Palau durch die Costa Smeralda (65 km)
Von Olbia nach Norden in die Costa Smeralda, in den 1960er-Jahren erfunden von einem Konsortium, das die Küste kaufte, eine Bauordnung schrieb und sie auch durchsetzte — deshalb stehen hier keine Hochhäuser, nur niedriger Stein und Wacholder.
Porto Cervo ist das Zentrum davon und eine Stunde wert, vor allem um zu sehen, wie so viel Geld aussieht, wenn es sich auf Zurückhaltung einlässt. Der eigentliche Grund für die Fahrt nach Norden sind die Strände.
Übernachtet wird in Palau, einem Arbeitshafen und keinem Ferienort.
Tag 2 — La Maddalena und die Nordküste bis Castelsardo (95 km)
Von Palau fahren den ganzen Tag Fähren zum Archipel La Maddalena und brauchen etwa zwanzig Minuten; das Auto kann mit, und die Inseln sind untereinander durch einen Dammweg verbunden.
Zurück auf dem Festland führt die Straße nach Westen an Santa Teresa Gallura vorbei, bei klarem Wetter nah genug, um Korsika über die Meerenge zu sehen, dann entlang einer Küste aus windgeformtem Fels nach Castelsardo — eine Stadt, die sich unter einer Doria-Burg auf einer Landzunge staffelt.
Tag 3 — Hinunter nach Alghero und zum Capo Caccia (68 km)
Nach Südwesten ins Alghero, das vier Jahrhunderte unter der Krone von Aragón stand und auf seinen Straßenschildern noch einen katalanischen Dialekt spricht. Die Altstadt ist von einer Mauer umgeben, flach und wie gemacht, um eine lange Fahrt aus den Beinen zu laufen.
Zum Abschluss das Capo Caccia westlich der Stadt, wo die Klippe ins Meer abbricht und die Straße obendrauf die letzte gute der Reise ist.
Die Insel hat keine Mautstraßen
Nicht eine. Sardinien hat überhaupt keine Autobahnen — das Netz besteht aus superstrade, kostenlosen Staatsstraßen mit Tempolimits bis 110 km/h, und die SS131 zieht sich als Rückgrat über die ganze Länge der Insel, ohne eine einzige Mautstation.
Das ist erwähnenswert, weil es auf dem italienischen Festland genau umgekehrt ist: Die Autostrada kostet pro Kilometer über ein System aus Ticket und Schranke, und wer schon von Rom nach Neapel gefahren ist, rechnet berechtigterweise mit demselben. Hier zahlt man für Kraftstoff und sonst nichts.
Wie das Auto hierherkommt
An beiden Enden dieser Route liegt ein Flughafen, deshalb ist die Anmietung auf der Insel die einfache Lösung. Das eigene Auto bedeutet eine Fähre von Genua, Livorno oder Civitavecchia nach Olbia oder Porto Torres — eine Nachtüberfahrt, und eine, die für August Monate im Voraus ausgebucht ist.
Was es kostet
Mit dem cost calculator lassen sich Kraftstoff und Übernachtungen für die genauen Reisedaten berechnen. Ohne Maut sind die variablen Kosten der Kraftstoff, die Betten — die zwischen der Costa Smeralda im August und Castelsardo im Mai heftig schwanken — und die Fähre nach La Maddalena, wenn das Auto mitfährt.
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🚦 Wichtig vor der Fahrt
Maut. Sardinien hat KEINE Autobahnen und überhaupt keine Mautstraßen – das Netz besteht aus superstrade, kostenlosen Staatsstraßen mit Tempolimits bis 110 km/h, und die SS131 als Hauptachse durchquert die Insel ohne eine einzige Mautstation. Das ist erwähnenswert, weil es auf dem italienischen Festland genau umgekehrt läuft: Die autostrada kassiert pro Kilometer über Ticket und Schranke – wer schon einmal von Rom nach Neapel gefahren ist, erwartet hier dasselbe.
Fähren. Von Palau fahren über den ganzen Tag verteilt Fähren zum Archipel La Maddalena (etwa 20 Minuten, Autos werden mitgenommen). Wenn du dein eigenes Auto auf die Insel bringen willst, bedeutet das eine Nachtüberfahrt von Genua, Livorno oder Civitavecchia nach Olbia oder Porto Torres – für August ist die schon Monate vorher ausgebucht.
Gut zu wissen. An beiden Enden dieser Route liegt ein Flughafen, deshalb ist ein Mietwagen auf der Insel meist einfacher, als das eigene Auto verschiffen zu lassen. Die Übernachtungspreise schwanken heftig – die Costa Smeralda im August und Castelsardo im Mai sind völlig unterschiedliche Urlaube zu völlig unterschiedlichen Preisen.
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