Roadtrip von Split nach Dubrovnik: die dalmatinische Küste (3 Tage)

Roadtrip von Split nach Dubrovnik: die dalmatinische Küste (3 Tage)

3 Tage entlang der dalmatinischen Küste Kroatiens — Etappe für Etappe, die Pelješac-Brücke, die den bosnischen Grenzübergang erspart, die Austern von Ston und die realen Kosten.

Grobe Schätzung — Sprit + Nächte zu üblichen Preisen. Die genaue Zahl gibt's im Rechner.

Karte der Route Split – Dubrovnik
Routenkarte: Split – Dubrovnik · 230 km · 3 Tage
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Von Split nach Dubrovnik sind es nur rund 230 km, und über die Autobahn hat man die Strecke in vier Stunden hinter sich. Fast niemand sollte das tun. Die alte Adriatic Highway — die D8 — verläuft die ganze Zeit knapp über dem Meer, durch Städtchen an Flussmündungen und entlang der Makarska Riviera, und drei Tage machen aus einer Überführungsfahrt den Grund, warum man gekommen ist.

Gefahren wird rechts. In Kroatien gibt es keine Vignette: Die Autobahn A1 arbeitet mit Tickets — man zieht bei der Auffahrt eine Karte und zahlt bei der Ausfahrt an einem Schalter. Also das Ticket aufheben und Karte oder Euro-Bargeld bereithalten. Die Küstenstraße D8 ist kostenlos.

Das eine Stück Routenwissen, das zählt: Seit 2022 führt die Pelješac Bridge (Pelješac-Brücke) über den Korridor von Neum, die Fahrt bleibt also durchgehend in Kroatien, und man überquert die bosnische Grenze nicht mehr zweimal mit gezücktem Pass. Die Brücke ist mautfrei. Für Oktober 2026 bis etwa Mai 2027 sind Sanierungsarbeiten angesetzt — bewusst außerhalb der Hauptsaison, aber wer in diesem Zeitfenster fährt, sollte mit Verzögerungen rechnen.

Tag 1 — Split nach Makarska (90 km)

Nehmen Sie die D8 statt der Autobahn. Erster Halt ist Omiš, eingeklemmt zwischen dem Meer und der Mündung der Cetina, wo von beiden Seiten Kalksteinwände heranrücken — den größten Teil des Mittelalters über eine Piratenhochburg, heute der Ort, an dem man zum Rafting in die Schlucht dahinter aufbricht.

Weiter geht es entlang der Makarska Riviera, einer Kette von Kieselstränden unter der grauen Wand des Biokovo-Massivs. Übernachten Sie in Makarska selbst oder in Brela kurz davor, wenn Ihnen der Strand lieber ist als die Bars.

Tag 2 — Makarska nach Ston (85 km)

Bleiben Sie an der Küste und fahren Sie dann über die Pelješac Bridge auf die Halbinsel. Pelješac ist Weinland — an den steilen Südhängen rund um Dingač wächst der Plavac Mali, der in den meisten ernstzunehmenden kroatischen Rotweinen steckt — und die Straße darüber ist ruhig, wie es die Küstenstraße nicht ist.

Endpunkt ist Ston am Hals der Halbinsel. Die mittelalterliche Wehrmauer zieht sich 5,5 km über den Hügel hinter dem Ort, die längste Festungsmauer Europas, und in der flachen Bucht darunter werden seit römischer Zeit Austern gezüchtet. Beides ist der Grund, hier zu übernachten statt nur durchzufahren.

Tag 3 — Ston nach Dubrovnik (55 km)

Eine kurze letzte Etappe die Küste hinunter. Dubrovniks Altstadt ist für Autos gesperrt, fahren Sie also nicht bis an die Mauern: Stellen Sie den Wagen in einem der Parkhäuser außerhalb ab und gehen Sie zu Fuß hinein, oder nehmen Sie ein Hotel mit eigenem Stellplatz. Kommen Sie früh oder spät am Tag — die Stadt füllt sich, wenn die Kreuzfahrtschiffe anlegen, und leert sich wieder, wenn sie ablegen.

Kosten

Mit dem cost calculator lassen sich Sprit und Übernachtungen für Ihre konkreten Daten durchrechnen. Als grober Anhaltspunkt: An der Küste €90–160 pro Nacht, in Dubrovnik im Sommer deutlich mehr, dazu Kraftstoff für etwa 230 km. Die Küstenstraße kostet nichts; ein paar Euro Autobahnmaut fallen nur an, wenn Sie die A1 nutzen — und fürs Parken in Dubrovnik deutlich mehr als sonst irgendwo auf der Strecke.

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🚦 Wichtig vor der Fahrt

  • Maut. Kroatien hat keine Vignette, verlangt aber entfernungsabhängige Autobahnmaut — du ziehst bei der Auffahrt ein Ticket und zahlst bei der Abfahrt bar (seit 2023 in Euro) oder mit Karte; die A1 deckt nur einen Teil dieser Küstenroute ab, deshalb bleibt die Maut überschaubar (rund €10 oder weniger).

  • Brücken & Tunnel. Die Pelješac-Brücke (2022 eröffnet) ist MAUTFREI und lässt dich den bosnischen Korridor bei Neum komplett umfahren, sodass unterwegs keine Passkontrollen anfallen.

  • Gut zu wissen. Nimm die Route über die Pelješac-Brücke, dann sparst du dir die Grenzübergänge nach Bosnien bei Neum — sie ist kostenlos und die ganze Fahrt bleibt innerhalb Kroatiens. Beachte aber: Von Oktober 2026 bis etwa Mai 2027 wird die Brücke saniert (bewusst außerhalb der Hauptsaison geplant), in diesem Zeitraum musst du also mit Verzögerungen rechnen.

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